„Träum weiter, aber laut“ – Facharbeitenausstellung der AKBK-Gestalter*innen 2026

„Träum weiter, aber laut“ – Facharbeitenausstellung der AKBK-Gestalter*innen 2026

Auch in diesem Schuljahr standen die angehenden Gestaltungstechnischen Assistentinnen der Mittelstufenklassen der Höheren Berufsfachschule für Gestaltung (HBFG) mit den Schwerpunkten Grafik- und Objektdesign (HBGD) sowie Medien/Kommunikation (HBMK) des Adolph-Kolping-Berufskollegs vor der Herausforderung innerhalb von vier Monaten unterrichtsbegleitend eine Facharbeit zu erstellen. Als Jahresmotto hatten die Jungdesignerinnen diesmal „Träum weiter, aber laut“ gewählt und treffender konnte dieses kaum formuliert sein, denn es diente den Schülerinnen als Weckruf und Leitmotiv, ihre digitalen Traumwelten zu verlassen und einmal laut und lebendig sowie kreativ und produktiv zu träumen. Die Ergebnisse wurden der Öffentlichkeit am 20./21. März 2026 im Rahmen der diesjährigen Facharbeitenausstellung im Gebäude I der Schule an der Lotharingerstraße 30 präsentiert. Geboten wurden beeindruckende Designs aus den Bereichen Buchgestaltung, Kalender, Architektur, Plakat, Modedesign, Gamedesign, Produktdesign, Pop-Up-Karten, Film, Corporate Design, Webdesign, Comic, Digital Design und Ausstellungsdesign. Etwa 500 kreativ interessierte Menschen, darunter Angehörige und Freunde der Schülerinnen sowie ehemalige Lernende und Lehrende des Adolph-Kolping-Berufskollegs, waren der Einladung gefolgt, um die neuesten Arbeiten der jungen Gestalterinnen und Gestalter zu bestaunen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, an der Abstimmung für den Publikumspreis teilzunehmen und die Preisträgerinnen und Preisträger bei der großen Prämierung der besten Arbeiten zu feiern. Außerdem bestand auch die Möglichkeit, sich über die attraktiven Bildungsangebote und Abschlüsse der Höheren Berufsfachschule für Gestaltung am Adolph-Kolping-Berufskolleg zu informieren.

Die Schulleiterin Frau Wellen eröffneten am Freitag, 20. März pünktlich um 11 Uhr die Ausstellung.
In ihrer Ansprache bedankte sie sich auch im Namen aller involvierten Kolleginnen bei den Schülerinnen der GTA-Mittel- und Oberstufen für ihr kreative und eigenständige Arbeit: „Ihr Motto Träum weiter, aber laut setzt ein wichtiges Statement: Glaube an dich, zeige dich, werde sichtbar! Unsere Schule wird durch Ihre Facharbeitenausstellung zu einem Ort, an dem Ihre Träume laut und sichtbar werden können und ich danke Ihnen besonders, dass sie uns Besucherinnen in die Welt Ihrer Träume eintauchen lassen.“ Frau Wellen dankte auch allen beteiligten Fachkolleginnen, namentlich Herrn Bartelt, Frau Frede, Herrn Hermes, Herrn und Frau Loy, Frau Lukait, Herrn Mikus, Frau Mildner, dem unterstützenden Holzwerkstattlehrer Herrn Berg, den Bildungsgangleiterinnen Frau Sandfort und Herrn Vianden sowie der Abteilungsleiterin Frau Richter. Auch Frau Richter hieß alle Schülerinnen, Kolleginnen und Besucherinnen willkommen: „Was wir hier und heute sehen, ist das Ergebnis vieler Monate intensiver Arbeit, in denen unsere Schülerinnen mit Kreativität, Ausdauer und Engagement ihre Projekte geplant, verworfen, neu gedacht, gestaltet und umgesetzt haben. Dabei ist eine beeindruckende Vielfalt an Werken entstanden, die zeigen, wie facettenreich die Begabungen und Interessen unserer Schülerinnen sind. Und euch möchte ich sagen: Ihr dürft heute wirklich stolz auf euch sein!“
Auch die Oberstufenschülerin Kristina Arkatova ergriff als Siegerin des Key Visual-Wettbewerbs das Wort: „Ich habe mich sehr bewusst für dieses Motiv entschieden. Der gelbe Schimmer um die Person im Mittelpunkt visualisiert eine sichtbare laute Veränderung, die durch Mut und Stärke nach außen getragen wird. Denn um seinen Traum zu verwirklichen, muss man gewisse mutige Veränderungen durchleben.“

Frau Richter eröffnete am Samstagnachmittag die mit Spannung erwartete Prämierung der besten Facharbeiten. Sie lobte die jungen Designerinnen und Designer für ihre Leistungen und dankte den Betreuungslehrerinnen. Frau Wellen überreichte allen Betreuungslehrerinnen eine Rose im Gelb des Key Visuals und bedankte sich ganz besonders bei den Familien, Angehörigen, Partnerinnen und Freundinnen der Schülerinnen für die Unterstützung während ihrer „schweren Zeit“. Ihr Dank galt auch den übrigen Lehrkräften, die die Ausstellung organisatorisch unterstützt haben, dem Sekretariat für das Versenden der Einladungen und schließlich dem Hausmeister Herrn Krautwald und dem Reinigungspersonal. Ganz besonders lobte sie Frau Sandfort, die in diesem Jahr für die Organisation der Ausstellung verantwortlich war, sowie die Technik-Crew der HBMK-Klasse GTMM1, die unter der Leitung von Herrn Vianden für eine Live-Übertragung der Preisverleihung in den Kinosaal der HBMK sorgte. Von der Fachjury der Lehrerinnen und Lehrer ausgezeichnet wurden in diesem Jahr die folgenden Preisträgerinnen und Preisträger aus den Mittelstufen des Grafik- und Objektdesigns: Jaro Merzen (GTGM3) für das bestes freie Projekt, Olivia van Meegen (GTGM1), Nele Schwarzer (GTGM2) und Mia Niesen (GTGM3) für die beste Buchgestaltung sowie Jonah Kreuzheck (GTGM1) und Amina Hodroj (GTGM2) für die beste architektonische Entwurfsplanung. Preisträgerinnen und Preisträger der Mittelstufe Medien und Kommunikation mit dem Schwerpunkt Medien/Kommunikation (Klasse GTMM1) sind in diesem Jahr Helene David für den besten Animationsfilm, David Hesselkamp für das beste Computerspiel, Laurin Hesselkamp für die beste Foto-Ton-Story, Leana Leifhelm-Gesche für das beste Webdesign sowie Emily Frieling für das beste Corporate Design. Einen Publikumspreis erhielten die folgenden Preisträgerinnen: Milena Karapetyan aus dem Bildungsgang Grafik- und Objektdesign sowie Nelia Amaefula aus dem Bildungsgang Medien/Kommunikation. Alle Preisträgerinnen wurden mit einer Siegertrophäe und einem Buchgeschenk belohnt.

Die Mittelstufe der dreijährigen Ausbildung der Gestaltungstechnischen Assistentinnen entspricht einer Qualifizierungsphase. Das bedeutet, dass sie ihre im ersten Ausbildungsjahr erworbenen Grundkenntnisse im zweiten Jahr in einer Facharbeit festigen und erweitern sollen. Im Bildungsgang mit dem Schwerpunkt Grafik- und Objektdesign (HBGD) wählten die Lernenden dafür aus den Themenbereichen Plakatgestaltung, Buch-/ Broschurgestaltung, Pop-Up-Kartengestaltung und Kalendergestaltung, im Bildungsgang mit dem Schwerpunkt Medien/Kommunikation (HBMK) aus den Themenbereichen Websitedesign, Animation, Film und Fotografie. Während der viermonatigen Arbeitszeit setzten sich die Lernenden eigenverantwortlich und neben dem Schulunterricht mit ihrem Thema auseinander. Schulleiterin Frau Wellen betonte in diesem Zusammenhang, „dass dieser Prozess – der mitunter sicher für die eine oder andere Träne oder auch ein Gefühl der Verzweiflung oder Überforderung gesorgt hast – ein Meilenstein für den weiteren Werdegang der Schülerinnen in Richtung Anschlussausbildung, Studium oder Festanstellung gewesen ist. Und für unsere Abteilung der Gestaltungstechnischen Asistentinnen ist es ein wunderbarer Beweis für die Umsetzung der Theorie-Praxis-Verzahnung.“ Die Facharbeiten haben Projektcharakter: Eine Anbindung des individuellen Konzeptes der Arbeit an die realen Anforderungen des zukünftigen Berufsfeldes ist Voraussetzung und Maßstab für den Erfolg. Neben dem Gestaltungsprodukt ist auch eine schriftliche Dokumentation anzufertigen, in der die Schülerinnen und Schüler ihre Intentionen und inhaltlichen Entscheidungen, den Gestaltungsprozess und die technische Umsetzung sowie ihre „guten und schlechten Erfahrungen“ in Form einer digital gestalteten Broschüre darstellen. Bei ihrer Arbeit werden sie von ihren Fachlehrerinnen und Fachlehrern an mehreren Kompaktterminen individuell betreut. Auch in diesem Jahr zeichneten die Schülerinnen und Schüler der GTA-Oberstufe mit Schwerpunkt Grafik- und Objektdesign für das Ausstellungsdesign verantwortlich. Bei seiner Entwicklung haben die Klassen zunächst intern über die besten Key Visual-Konzepte abgestimmt. Anschließend wurden diese den Mittelstufenklassen zur Abstimmung vorgestellt. Den Wettbewerb um das beste Key Visual hat in diesem Jahr wie gesagt Kristina Arkartova (GTGO2) gewonnen und ihr charismatisches Design zog sich als „gelber“ Faden durch alle Medien der Ausstellung: Einladungskarten, Plakate, Displays, Sticker, Auszeichnungen und Banner, die allesamt von den Schülerinnen entworfen wurden. Alle Key Visual-Manuals der GTA-Oberstufenschülerinnen wurden in der Ausstellung präsentiert. Passend zum Ausstellungsdesign kümmerten sich die Schülerinnen und Schüler der Unterstufen um das Merchandising. Sie hatten kreative „Traum-Laternen“ und Schlafmasken gestaltet, die sie zum Verkauf anboten. In einem Mitmach-Workshop leiteten Schülerinnen der GTA-Oberstufen interessierte Gäste an, bunte Postkarten nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Ihre Mitschülerinnen luden die Besucherinnen in den „Traumraum“ ein, wo sie ihren Träumen und Emotionen in einer inspirierenden Umgebung freien Lauf lassen und ihre Wünsche auf einer Pinnwand posten konnten.

Für die Oberstufenklassen bildet die Gestaltung des Ausstellungsdesigns den Höhe- und Schlusspunkt ihrer schulischen Ausbildung, denn im Mai beginnen ihre Prüfungen zur Erlangung der Doppelqualifikation zur/m Gestaltungstechnischen Assistentin/Assistenten mit Fachhochschulreife (GTA/FHR). Die Ansprüche an ihre Eigenständigkeit und Professionalität sind deshalb besonders hoch.

Für das leibliche Wohl ihres Publikums hatten wie immer die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufenklassen gesorgt: In der Cafeteria fanden die Besucher*innen angesichts des großen medialen Angebots bei Kaffee, Kuchen und leckeren Snacks Gelegenheit zu verschnaufen und sich auszutauschen.

Text und Fotos: Werner Grundhoff