„Das Wichtigste ist die Begegnung“ – Deutsche und französische SchülerInnen entdecken Münster

„Das Wichtigste ist die Begegnung“ – Deutsche und französische SchülerInnen entdecken Münster

„Das Wichtigste ist die Begegnung“ – Deutsche und französische SchülerInnen entdecken Münster

„Mir ist bewusst geworden, dass Sprache zwar eine Rolle spielt, aber das wirklich Wichtige ist die Begegnung zwischen den Menschen.“ Das antwortete Selma, eine der 27 französischen SchülerInnen, die zusammen mit ihren LehrerInnen Noé Brand, Emilie Mangion und Philippe Chicault vom 9.02. – 14.02.2026 die westfälische Friedens- und Fahrradstadt besuchten, auf die Frage, was sie aus dem Schüleraustausch mitgenommen habe.
Die französische Schülergruppe ist im Rahmen des seit 2023 bestehenden Schüleraustauschs zwischen dem Lycée Georges Brassens und dem Adolph-Kolping-Berufskolleg von Paris nach Münster gereist und hat unter der Leitung von Erika Alexander und Anja Timpe an einem abwechslungsreichen Kunst- und Kulturprogramm teilgenommen. Dieses stand diesmal unter dem Motto „Urban impressions – die Stadt aus einem anderen Blickwinkel entdecken“. Nachdem die deutschen und französischen AustauschschülerInnen im vergangenen Oktober 2025 in Paris bereits die französische Hauptstadt aus unterschiedlichen Perspektiven in Dioramas dargestellt haben, ging es nun darum, die verschiedenen Gesichter Münsters in Collagen und aquarellierten Zeichnungen einzufangen.
Die im Rahmen von zwei, von Erika Alexander und der externen Künstlerin Susanne Mutert angeleiteten Workshops entstandenen grafischen und künstlerischen Schülerarbeiten wurden im Rahmen einer schulinternen Ausstellung der übrigen Schulgemeinschaft präsentiert, wobei die grafischen Arbeiten als Postkarten in der Druckerei Thiekötter im Rahmen einer Exkursion gedruckt wurden. Vorgestellt wurden auch die kurzen Filmclips, die auf der Basis der Pariser Dioramas entstanden sind und die von einer erfolgreichen, interkulturellen und fächerübergreifenden Kooperation über Grenzen hinweg zeugen: Die französischen SchülerInnen verfassten unter der Leitung ihres Lehrers Noé Brand die Drehbücher und produzierten das Bildmaterial. Die deutschen SchülerInnen übersetzten unter der Leitung von Anja Timpe und Morris Vianden die Skripte und machten die Tonaufnahmen. Mit den Filmclips nehmen die beiden Partnerschulen nun gemeinsam an einem ARTE Karambolage Schülerfilmwettbewerb teil.
Neben der Präsentation der Schülerarbeiten, war die Ausstellung auch ein guter Anlass, um in Anwesenheit von Vertretern der EU-Geschäftsstelle der Bezirksregierung Münster die Deutsch-Französische Zusatzqualifikation „DFZQ pro“ zu vergeben, die die deutschen SchülerInnen im Rahmen des Schüleraustauschs erwerben. Die DFZQ pro bescheinigt den SchülerInnen den Erwerb von fachlichen, beruflichen, interkulturellen und fremdsprachlichen Kompetenzen im Rahmen eines binationalen Projektes.
Die Schulleiterin des AKBK, Marita Wellen, begrüßte die Gäste auf Französisch und betonte die Wichtigkeit einer solchen binationalen Kooperation im heutigen Europa.
Alle sind sich einig, dass der Austausch wieder sehr gelungen ist, und freuen sich auf die nächste Begegnung im Oktober 2026!
Die überaus erfolgreiche deutsch-französische Kooperation kann auf dem Instagram-Kanal des AKBK mitverfolgt werden und wird finanziell vom Deutsch-Französischen Jugendwerk unterstützt.

Text: Anja Timpe